Während Politik und Wirtschaft bundesweit über den Fachkräftemangel diskutieren, werden an der Oskar-von-Miller-Schule konkrete Antworten entwickelt. Am Donnerstag, 19. März 2026, öffnete die Fachschule für Technik ihre Türen zur großen Projektmesse – und machte deutlich, welches Innovationspotenzial in praxisnaher Weiterbildung steckt.
Am frühen Abend präsentierten 41 angehende staatlich geprüften Technikerinnen und Techniker ihre insgesamt 21 Abschlussarbeiten. Die Ausstellung gab nicht nur Einblicke in aktuelle technische Entwicklungen, sondern zeigte auch, wie dringend benötigte Fachkräfte bereits während ihrer Ausbildung Lösungen für reale Herausforderungen erarbeiten.
Technik für die Zukunft – von KI bis Energiewende
Die Bandbreite der Projekte reichte von digitaler Innovation bis hin zu energiepolitischen Schlüsselthemen. So wurde etwa ein KI-gestütztes Kalkulationstool für Photovoltaik-Anlagen entwickelt, das Planungsprozesse beschleunigen und damit die Energiewende effizienter vorantreiben soll. Andere Teams widmeten sich der urbanen Infrastruktur: Adaptive Steuerungen für Straßenbeleuchtung und optimierte Fußgängerüberwege könnten künftig für mehr Sicherheit und Lebensqualität in Städten sorgen.
Auch im Bereich Industrie 4.0 setzten die Studierenden Akzente. Sichere Fernwartungssysteme für industrielle Anlagen sowie intelligente IoT-Lösungen, etwa zur Überwachung von Poolsystemen, zeigen, wie Cyber Security und Automatisierung zusammenspielen. Ergänzt wurde dies durch Projekte zur Stabilität von Stromnetzen – von Simulationen im Niederspannungsbereich bis hin zur Erprobung von Komponenten für Mittelspannungsnetze.
Praxisnah ausgebildet – gefragt in der Region
„Die Projektteams beantworten gerne Fragen zu den technischen Details und zeigen, wie Theorie in marktfähige Lösungen überführt wird.“, betonte Abteilungsleiter StD Jan Schulze. Genau hierin liegt der besondere Wert der Fachschule: Die Absolventinnen und Absolventen bringen nicht nur theoretisches Wissen mit, sondern haben bereits komplexe Industrieprojekte umgesetzt. Dazu zählen unter anderem die Automatisierung von Produktionsanlagen wie Spiralplatern oder die Sanierung technischer Gebäudeausrüstung. Fähigkeiten, die in regionalen Unternehmen stark nachgefragt sind.
Plattform für Austausch und Nachwuchsgewinnung
Für Betriebe aus Kassel und Umgebung bot die alljährlich im März stattfindende Projektmesse daher eine ideale Gelegenheit, frühzeitig mit qualifizierten Nachwuchskräften in Kontakt zu treten. Gleichzeitig wurde deutlich: Die Fachschule für Technik ist ein wichtiger Baustein, um dem Fachkräftemangel aktiv entgegenzuwirken. Die Messe versteht sich somit nicht nur als Präsentationsplattform, sondern auch als Brücke zwischen Ausbildung und Industrie – und als Schaufenster für Innovationen „Made in Kassel“.
Impressionen von der Veranstaltung:











